von geldweb24.de Redaktion

Berufsunfähigkeitsversicherung: Vorsorge gegen Krankheiten

Ein Unfall oder eine Krankheit kommen leider oft schneller, als man denkt: beruhigend für Diejenigen, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Statistiken zeigen jedoch, dass bislang nur rund ein Drittel der Deutschen diesen Schritt gewagt haben. Einerseits unverständlich, zieht doch beispielsweise die Zahl an psychischen Erkrankungen in Deutschland stetig an, andererseits ist es jedoch auch verständlich, denn die Fallstricke und die finanzielle Belastung sind hoch.

Experten raten zu Abschluss

Erst seit 2001 müssen sich Arbeitnehmer mit einer solchen Police auseinander setzen. Zuvor war diese im gesetzlichen Versicherungspaket mit inbegriffen. Seitdem raten Experten zum Abschluss dieser Versicherung, denn nur wenige können im Notfall mit angesparten Rücklagen lebenslang auskommen. Vor allem der Zeitpunkt ist auch beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wieder von hoher Bedeutung. Je früher und damit gesünder man seine Unterschrift unter einen Vertrag setzt, desto geringer sind die monatlichen Beiträge – und das bis der Notfall eintritt oder die Police ausläuft. Ein idealer Zeitpunkt hierfür ist meist schon während des Studiums oder der Ausbildung gegeben. Für den Großteil der Anbieter zählt dabei der Krankheitsstand bei Vertragsabschluss, neu auftretende Krankheiten während der Laufzeit müssen nur in seltensten Fällen nachgetragen werden.

Beruf kann Kosten hoch treiben

Neben dem Alter zählt auch die Art des Berufes für die Berechnung der Kosten. Arbeitnehmer in risikoreichen Jobs wie Bergleute und Dachdecker oder die typischen „Burn-Out“-Berufe wie Lehrer sind oftmals deutlich teurer als risikolose Berufe wie Bankarbeiter oder Steuerberater. In Zukunft soll das Geschlecht dagegen keine Rolle bei den Kosten mehr spielen. Ab dem 21. Dezember 2012 müssen die Anbieter beide Geschlechter gleich belangen. Bislang waren Frauen aufgrund des höheren Krankheitsrisikos teils deutlich benachteiligt.

Berufsunfähigkeitsversicherung: keine Rückzahlung bei Vertragsende

Wer bei Berufsende auf eine Rückzahlung von Geldern hofft, wird allerdings enttäuscht. Der Berufsunfähigkeitsschutz ist eine reine Risikoversicherung. Dies bedeutet: Wer bei Vertragsende noch gesund ist, kriegt kein Geld zurück. Leider gilt auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung die goldene Regel jeder Versicherung: Die Angebote der diversen Anbieter unterscheiden sich oftmals gewaltig. Eine genaue Information über die gültigen Konditionen ist also in jedem Falle angebracht.

Mehrere Angebote gleichzeitig einholen

Ein wichtiger Tipp, den Kunden auf jeden Fall beachten sollten, ist, bei mindestens fünf bis zehn Anbieter gleichzeitig für ein Angebot anzufragen. Denn hat ein Versicherer den Kunden erst einmal – aus welchen Gründen auch immer – abgelehnt, wird diese Information in einer zentralen Datenbank abgespeichert. Spätere Anfragen verlaufen dann oftmals negativ. Übrigens kann bereits eine gesundheitliche Lapalie wie Heuschnupfen oder Nackenschmerzen dafür sorgen, dass die Versicherer einen Vertragsabschluss ablehnen. Eine unverbindliche und anonyme Anfrage kann daher Auskunft geben, ob eine Versicherung abgeschlossen werden kann, ohne dass der Name in der Datenbank gespeichert werden kann. Diese Anfrage kann über einen Versicherungsmakler gestellt werden.
Wichtig bei der Unterzeichnung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist außerdem die Vertragslaufzeit. Zu beachten hier ist, dass die Police auch wirklich bis zum Eintritt ins Rentenalter mit 67 gilt.
Viele Versicherungen enden bereits beim 50. oder 60. Geburtstag. Diese Verträge sollten gemieden werden, da die Möglichkeit einer Krankheit naturgemäß in den letzten Arbeitsjahren rapide ansteigt.
Um eine Auszahlung der monatlichen Rente zu erwirken, muss der Versicherte durch ein ärztliches Attest für mindestens sechs Monate zu 50% berufsunfähig geschrieben werden. Danach wird die Versicherung die bei Vertragsabschluss gemachten Angaben überprüfen. Sollte hier alles wahrheitsgemäß angegeben worden sein, beginnen die Zahlungen. Damit ist die Berufsunfähigkeit zumindest finanziell abgesichert.